Firma fällt illegal Bäume – und wird von Indigenen bestraft
Malaysia: Die Holzfirma Junan Wood soll illegal im Wald der Dayak Bäume gefällt haben. Über Ermittlungen malaysischer Behörden hinaus wird das Unternehmen jetzt nach traditionellem Recht der Indigenen bestraft. Unser Partner Matek Geram war maßgeblich daran beteiligt, die Zerstörung zu stoppen.
„Die Eingriffe haben die Umwelt erheblich und irreversibel zerstört“, sagt Matek Geram von der Indigenenorganisation SADIA. Große Waldflächen seien gerodet, alte Bäume gefällt und die ökologische Integrität des Schutzgebiets der Gemeinde Rumah Juil schwer beeinträchtigt worden.
Das Ausmaß der Zerstörung deutet eindeutig auf vorsätzliche und systematische Abholzung hin und nicht auf unbeabsichtigtes Eindringen.
Unterstützt von Matek Geram hatte die Gemeinde Rumah Juil am 20.1.2026 einen Protestbrief an die Forstbehörde des Bundesstaates Sarawak gerichtet. Zentraler Bestandteil war eine Kartierung des Holzeinschlags, die SADIA geliefert hatte. Indigene siedeln demnach seit Generationen und nach traditionellem Recht in dem Gebiet, nutzen und schützen es. Der Wald biete ihnen einen Lebensunterhalt, Nahrungsmittel und Medizin. Er sei Jagdgebiet und beherberge spirituelle Orte.
Nur drei Tage später bestätigte die Behörde schriftlich, dass Junan Wood Logging Company Sdn. Bhd. keine Genehmigung für den Holzeinschlag und andere Arbeiten in dem Gebiet der Kartierung habe.
Ohne die Kartierung durch SADIA wären die Behörden untätig geblieben.
Die Firma hatte es nach Matek Gerams Einschätzung auf „hochwertiges Holz für den Export“ abgesehen. Weil neben Wald- und Umweltgesetzen die Rechte und Bräuche der Gemeinschaft missachtet worden seien, werde die Firma nach dem traditionellen Recht der Iban bestraft.
Junan Wood muss gemäß dem Recht der Dayak oder „Ukum Adat” für alles aufkommen.
Sie müsse ein Schwein, das sieben Mal geworfen hat, und ein Dayak-Schwert (Parang Ilang) bezahlen. Zudem einen Hahn und weitere Dinge für die Miring-Zeremonie, ein kulturell tief verwurzeltes spirituelles Ritual. Insgesamt gehe es um rund 2.200 Euro.
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