Eine Tragödie – und eine Warnung an uns alle
Demokratische Republik Kongo: Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika ist eine Tragödie für die Bevölkerung. Wir hoffen, dass die Krise schnell überwunden wird. Zugleich ist sie eine Warnung an uns alle: Je tiefer wir in Regenwälder eindringen und sie zerstören, desto größer wird das Risiko neuer Viruserkrankungen.
Das Zentrum des aktuellen Ausbruchs liegt in der Provinz Ituri im Osten der Demokratische Republik Kongo (DRK) und reicht bis ins Nachbarland Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation hat inzwischen den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
Die Menschen vor Ort leiden seit Jahren unter bewaffneten Konflikten, Waldzerstörung, Bergbau und den Folgen der Klimakrise. Die Gesundheitsversorgung ist vielerorts schlecht, die angespannte Sicherheitslage erschwert nun zusätzlich die Bekämpfung von Ebola.
Ebola, Covid-19, SARS: Viele gefährliche Krankheiten sind Zoonosen – sie stammen ursprünglich von Tieren.
Wenn Wälder gerodet, Rohstoffe ausgebeutet und Lebensräume zerstört werden, steigt dieses Risiko. Die Wege, auf denen Viren überspringen, sind vielfältig: Menschen essen infizierte Wildtiere, die in bislang unzugänglichen Waldgebieten gejagt wurden. Oder Wildtiere dringen vermehrt in Dörfer vor, weil ihr Lebensraum zerstört wurde – und übertragen Krankheitserreger.
Der Schutz intakter Ökosysteme ist deshalb auch Gesundheitsschutz. Ebola-Ausbrüche und die COVID-19-Pandemie haben Hunderttausende Menschenleben gekostet. Der nächste Erreger könnte noch tödlicher sein.
Fakten
Das Ebolavirus ist seit 1976 bekannt. Anders als Corona- oder Grippeviren wird es nicht über die Luft übertragen, sondern über Körperflüssigkeiten wie Blut oder Erbrochenes.
Zu den Wildtieren, die häufig mit gefährlichen Zoonosen in Zusammenhang gebracht werden, gehören Fledermäuse, Nagetiere und Primaten.
In der Krisenregion im Osten der DRK arbeiten Partner von Rettet den Regenwald, sind offenbar aber nicht direkt betroffen. Sie analysieren laufend, ob sie ihre Arbeit wie beispielsweise Protestaktionen gegen Erdöl-Projekte anpassen müssen.
Kobalt-Bergbau im Kongo: Gesundheit ist wichtiger als Profit!
Auf Hochglanz poliert: Autos von BMW, Mercedes, VW, Peugeot. Verwüstet: die Natur im Kongo. Ruiniert: die Gesundheit der Menschen
Ihre Spende bewahrt Afrikas Natur
Im Kongobecken gedeiht der zweitgrößte Regenwald der Erde. Hier sind Gorillas, Schimpansen und Waldelefanten zuhause. Mutig bewahren unsere Partner:innen diese Wälder.
Die Regenwälder – grüne Lunge unserer Erde
Erfahren Sie mehr über das artenreichste Ökosystem unseres Planeten, die ausgeklügelten Lebensgemeinschaften zwischen Tieren und Pflanzen und die Gefahren der Abholzung.