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Gorillas im Virunga Nationalpark, November 2021
Während früherer Ebola-Ausbrüche sind auch Hunderte Gorillas gestorben (© RdR/Mathias Rittgerott)
Flachlandgorilla im Kahuzi-Biega Nationalpark,
Masken sind Pflicht: gegen manche für Menschen ungefährliche Krankheitserreger haben Gorillas keinen Schutz (© RdR/Mathias Rittgerott)

Eine Tragödie – und eine Warnung an uns alle

18.05.2026Demokratische Republik Kongo: Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika ist eine Tragödie für die Bevölkerung. Wir hoffen, dass die Krise schnell überwunden wird. Zugleich ist sie eine Warnung an uns alle: Je tiefer wir in Regenwälder eindringen und sie zerstören, desto größer wird das Risiko neuer Viruserkrankungen.


Das Zentrum des aktuellen Ausbruchs liegt in der Provinz Ituri im Osten der Demokratische Republik Kongo (DRK) und reicht bis ins Nachbarland Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation hat inzwischen den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Die Menschen vor Ort leiden seit Jahren unter bewaffneten Konflikten, Waldzerstörung, Bergbau und den Folgen der Klimakrise. Die Gesundheitsversorgung ist vielerorts schlecht, die angespannte Sicherheitslage erschwert nun zusätzlich die Bekämpfung von Ebola.

Ebola, Covid-19, SARS: Viele gefährliche Krankheiten sind Zoonosen – sie stammen ursprünglich von Tieren.

Wenn Wälder gerodet, Rohstoffe ausgebeutet und Lebensräume zerstört werden, steigt dieses Risiko. Die Wege, auf denen Viren überspringen, sind vielfältig: Menschen essen infizierte Wildtiere, die in bislang unzugänglichen Waldgebieten gejagt wurden. Oder Wildtiere dringen vermehrt in Dörfer vor, weil ihr Lebensraum zerstört wurde – und übertragen Krankheitserreger.

Der Schutz intakter Ökosysteme ist deshalb auch Gesundheitsschutz. Ebola-Ausbrüche und die COVID-19-Pandemie haben Hunderttausende Menschenleben gekostet. Der nächste Erreger könnte noch tödlicher sein.

Fakten

Das Ebolavirus ist seit 1976 bekannt. Anders als Corona- oder Grippeviren wird es nicht über die Luft übertragen, sondern über Körperflüssigkeiten wie Blut oder Erbrochenes.

Zu den Wildtieren, die häufig mit gefährlichen Zoonosen in Zusammenhang gebracht werden, gehören Fledermäuse, Nagetiere und Primaten.

In der Krisenregion im Osten der DRK arbeiten Partner von Rettet den Regenwald, sind offenbar aber nicht direkt betroffen. Sie analysieren laufend, ob sie ihre Arbeit wie beispielsweise Protestaktionen gegen Erdöl-Projekte anpassen müssen.

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