Ökosystem: Los Chimalapas in Mexiko
Die Region Chimalapas im Südwesten des Bundesstaates Oaxaca ist von einem dichten Mosaik aus Wäldern bedeckt. Dank ihrer artenreichen Ökosysteme und der hohen Artenvielfalt zählt die Region zu Gebieten hoher Biodiversität des amerikanischen Kontinents.
Die Wälder von Los Chimalapas erstrecken sich über eine Gesamtfläche von 594.000 Hektar, davon sind etwa 350.000 Hektar Hochwald, 60.000 Hektar Kiefern- und Eichenwald und 55.000 Hektar Bergregenwald.
Abgesehen von ihrer ökologischen Bedeutung gelten die Wälder von Los Chimalapas nach Ansicht von Experten als die wichtigsten hydrologischen Regulatoren Mexikos, da die Ökosysteme der Region durch ihre dichte Vegetationsdecke den Regenwasserabfluss auffangen und puffern. Zudem fungieren sie als sehr wichtige Regulatoren der Oberflächenabflüsse in den Einzugsgebieten der Flüsse Uxpanapa, Coatzacoalcos und Grijalva am Golf von Mexiko sowie in den Küstenlagunen der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas auf der Pazifikseite.
Diese Region ist aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung nicht nur für Mexiko, sondern für die ganze Welt von großer Bedeutung. Sie ist jedoch durch übermäßige Abholzung zur Gewinnung von Edelhölzern und durch den Handel mit exotischen Tieren bedroht. Dazu kommen eine veränderte Landnutzung, die Ausweitung der intensiven Viehzucht sowie anhaltenden landwirtschaftliche Probleme in den Nachbarstaaten.
Angesichts all dessen haben die indigenen Gemeinschaften, die diese Region seit jeher bewohnen und hier ihre Territorien haben, beharrlich deren natürlichen Ressourcen verteidigt und dabei der Welt vor allem eines gezeigt: „Die Chimalapas zu verteidigen bedeutet, eine Zukunftschance für die Menschheit zu bewahren.“

Erfahren Sie mehr über das artenreichste Ökosystem unseres Planeten, die ausgeklügelten Lebensgemeinschaften zwischen Tieren und Pflanzen und die Gefahren der Abholzung.

Auf höchstens fünf Prozent der Landfläche beheimaten die tropischen Regenwälder die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten.

Holzplantagen sind keine Wälder: Die Monokulturen vernichten die Artenvielfalt, schädigen Böden und Gewässer und vergiften die Umwelt mit Pestiziden.